In 3 Schritten zum P-Konto

Fidor Bank GirokontoPfändungsschutzkonten werden auch als P-Konten bezeichnet. Jeder Bundesbürger hat laut einem Beschluss aus dem Jahre 2009 einen Anspruch darauf. Seit dem „Gesetz zur Reform des Kontopfändungsschutzes“ müssen Kreditinstitute auch Konten mit einem Pfändungsschutz anbieten, um Kontoinhabern ein Leben trotz Verschuldung zu gewährleisten und niemanden aus dem elektronischen Zahlungsverkehr auszugrenzen.

Wie können Sie im Bedarfsfall schnell ein P-Konto eröffnen? Alle wichtigen Fakten haben wir Ihnen in unserem Ratgeber zum Thema 3 Schritte zum P-Konto zusammengestellt!

Inhaltsverzeichnis

  • Das Wichtigste zum P-Konto eröffnen:
  • Was ist ein P-Konto und wie geht die Eröffnung?
  • Ein P-Konto eröffnen: Was gibt es zu beachten
  • Was muss man bei der Beantragung eines P-Kontos beachten?
  • In drei Schritten zum P-Konto
  • Pfändungsschutzkonto: Vor- und Nachteile
  • Was bei Einrichtung des P-Kontos beachten?
  • P-Konto ohne Schufa-Eintrag möglich?
  • Fazit: P-Konto jederzeit zu eröffnen und auch kündbar

Das Wichtigste zum P-Konto eröffnen:

  • P-Konto muss für jedermann zugänglich sein
  • Pfändungsschutz bis Pfändungsgrenze
  • Allgemeine Teilnahme am elektronischen Zahlungsverkehr
  • Kein Dispo

Was ist ein P-Konto und wie geht die Eröffnung?

icon_VerbrauchertippsDas Pfändungsschutzkonto ist von seinem Charakter her ein Girokonto. Dennoch gibt es hier zusätzliche Vereinbarungen zwischen dem Kontoinhaber und der Bank. So wird eine Pfändungsschutzgrenze festgelegt. Bis zu dieser Grenze darf das Guthaben auf dem Konto nicht durch Dritte gepfändet werden. Zu den Geldeingängen, die nicht gepfändet werden dürfen zählen Lohn und Gehalt, Rente, Honorar oder verschiedene Sozialleistungen, wie etwa Kindergeld oder Arbeitslosengeld. Des Weiteren sind auch freiwillige Zahlungen Dritter (Geschenke) oder Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit nicht pfändbar.

Pfändungsfrei sind:

  • Renten
  • Gehälter
  • Löhne
  • Honorare
  • Sozialleistungen

Wenn man kein eigenes Konto besitzt, kann man heutzutage nur eingeschränkt am wirtschaftlichen Leben teilnehmen. Um dennoch jedem Bürger die Möglichkeit dazu zu bieten und ihn nicht auszugrenzen, stellt ein P-Konto eine adäquate Lösung dar. Bei einem klassischen Girokonto führt die Pfändung zu einer Sperrung und Blockade so lange, bis der zu pfändende Betrag beglichen ist. Während dieser Zeit können zwar Einzahlungen jedoch keine Abbuchungen erfolgen. Der Kontoinhaber ist während dieser Zeit faktisch zahlungsunfähig. Kosten wie Versicherungen, Miete oder andere Nebenkosten können nicht mehr von dem Konto abgebucht werden. Doch mit dem P-Konto hat der Kontoinhaber die Möglichkeit trotz einer Pfändung auch weiterhin am Leben teilzunehmen, seine Zahlungen zu leisten. Bis zu einer gewissen Pfändungsgrenze kann das Guthaben auf dem P-Konto nicht angetastet werden.

P-Konto schützt Geld vor Gläubigern.

Auch bei Pfändung aktiv mit P-Konto am Zahlungsverkehr teilnehmen.

Ein P-Konto eröffnen: Was gibt es zu beachten

icon_vorlage_musterEin Pfändungsschutzkonto kann zwar von jedermann eröffnet werden, jedoch stets nur als Einzelkonto. So ist es jedem Bürger nur erlaubt ein P-Konto zu führen. Dabei ist das Konto fast wie ein klassisches Girokonto. Dennoch gibt es hier keinen Disporahmen. Zudem wird das P-Konto durch zusätzliche Vereinbarungen zwischen Bank und Kontoinhaber geführt. Rechtlich gesehen hat jeder Kunden einen Anspruch auf das Führen eines solchen Kontos, denn dies ist im §850k VII ZPO klar reguliert.

Liquide mit dem Grundfreibetrag bleiben.

Mit einer Bescheinigung wird der Grundfreibetrag bestätigt und Ihr Geld gesichert.

Was muss man bei der Beantragung eines P-Kontos beachten?

icon_ChecklisteEin P-Konto kann jederzeit beantragt werden. Dies muss jedoch immer schriftlich und unter Angabe der Kontodaten geschehen. Die meisten Kreditinstitute halten Vordrucke und Formulare für ihre Kunden bereit, um den Ablauf zu erleichtern. Bestenfalls sollte die Beantragung eines P-Kontos immer dann erfolgen, wenn keine Kontopfändung vorliegt. Ist bereits eine Kontopfändung auf dem Girokonto, kann dies nämlich nicht ohne weiteres auf ein Pfändungsschutzkonto umgestellt werden. Im Normalfall agieren die Banken jedoch sehr schnell und können das Konto innerhalb weniger Werktage auf ein P-Konto umgestellt werden. Diese Umstellung geschieht dann rückwirkend zum 1. des Monats.

Girokonto beantragen: www.fidor.de

In drei Schritten zum P-Konto

  • Kontoumstellung schriftlich beantragen und Formular/Antrag ausfüllen
  • Festlegung der Pfändungsfreigrenze und Übermittlung der Daten an die Schufa (durch Bank)
  • Umstellung des Kontos innerhalb weniger Werktage durch Kreditinstitut

Pfändungsschutzkonto: Vor- und Nachteile

icon_VergleichNachteilig ist das P-Konto gemeinhin nicht, denn dem Kunden entstehen hier keine weiteren Kosten. Lediglich die Bank kann ein P-Konto bei Kunden als nachteilig sehen, denn hier verdienen sie kein Geld mit etwaigen Krediten oder anderen kostenpflichtigen Zusatzleistungen.

Wer jedoch glaubt, dass ein P-Konto generell vor Pfändung schützt, der irrt. Das Konto dient dem Kontoinhaber zur Sicherung seiner Lebenshaltungskosten und eventuell unterhaltsberechtigter Personen. Alle Beträge, die über der Pfändungsfreigrenze liegen, können durch den Gläubiger eingefordert und abgebucht werden. Die grundsätzliche Grenze liegt bei 985,15 Euro je Monat. Dennoch ist es möglich diesen Basisbetrag je nach den persönlichen Lebensumständen erhöhen und entsprechend anpassen zu lassen. Sind unterhaltspflichtige Partner oder Kinder vorhanden, kann durch Vorlage der entsprechenden Bescheinigungen die Basisgrenze angehoben werden. Dem Schuldner bleibt dann ein höherer Freibetrag auf dem P-Konto. Die entsprechenden Bescheinigungen können durch anerkannte Schuldnerberatungsstellen, die Familienkasse, den Arbeitgeber oder auch Sozialleistungsträger erfolgen. Wie genau sich der Freibetrag zusammensetzt und wie er erhöht werden kann, zeigt der Ratgeber rund um das Thema Freibetrag.

Das P-Konto ist aber nicht nur eine Alternative für Arbeitnehmer. Nein, auch Selbstständige können ein P-Konto eröffnen. Hier gelten die gleichen Rahmenbedingungen bei der Beantragung wie bei den Arbeitnehmern oder Arbeitsuchende.

Was genau zu beachten ist, wenn bereits eine Kontopfändung vorliegt und Sie diese aufheben möchten, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Was bei Einrichtung des P-Kontos beachten?

icon_SchuldenJeden Monat gilt die Grenze des pfändungsfreien Betrags auf ein Neues. Hat man den Betrag jedoch im Vormonat nicht aufgebraucht, so wird dieser auf den neuen Monat kumuliert. Der Schuldner hat demnach im neuen Monat eine höhere Pfändungsfreigrenze. Dieser Übertrag kann aber nur einmal erfolgen. Benötigt der Schuldner auch im Folgemonat den Betrag nicht, so haben die Gläubiger einen Anspruch auf diese Summe. Sie wird dann durch die Bank an die Gläubiger weitergeleitet und erfolgt als Abbuchung auf dem Kontoauszug.

Die Einrichtung des Kontos ist, wie andere Konten auch, für den Inhaber kostenfrei. Jedoch werden auch bei einem P-Konto Gebühren bei der Führung fällig. Jedoch sind diese durch den Gesetzgeber gedeckelt. Dennoch können die Kosten für das P-Konto von Anbieter zu Anbieter stark schwanken. Hier empfehlen sich ein Vergleich der einzelnen Kreditinstitute und deren Konditionen.

P-Konto Eröffnung an Schufa übermittelt.

Das P-Konto wird auch der Schufa mitgeteilt, um Missbrauch zu vermeiden.

P-Konto ohne Schufa-Eintrag möglich?

Eine Eröffnung eines P-Kontos ohne eine Information dazu an die Schufa ist nicht möglich. Die Banken sind dazu verpflichtet die Einrichtung eines solchen Kontos an die Schufa weiterzuleiten, denn jeder Kontoinhaber darf nur ein P-Konto führen. Dadurch soll verhindert werden, dass die Schuldner sich den Gläubigern gänzlich entziehen und ihr gesamtes Vermögen schützen. Jedoch dürfen die gespeicherten Daten über die Führung eines P-Kontos laut Gesetzgeber keinen Einfluss auf die Bonität des Schuldners haben. Wie jedoch die Kreditinstitute diese Information intern verarbeiten und den Kunden raten, ist nicht geregelt und obliegt den bankinternen Richtlinien.

Fazit: P-Konto jederzeit zu eröffnen und auch kündbar

icon_FazitEin P-Konto kann von jedem Bürger eröffnet werden. Jedoch sollte dies ohne eine bereits bestehende oder einer drohenden Pfändung geschehen. Dabei darf jeder Kontoinhaber nur 1 P-Konto führen. Um dies zu gewährleisten, werden die Daten der Kontoeröffnung an die Schufa übermittelt. Jedoch sollen sie keinen Einfluss auf die Bonität des Kontoinhabers haben. Die Höhe der Pfändungsgrenze wird bei jedem Kunden individuell festgelegt. Zwar gibt es eine Basisgrenze aber durch unterhaltspflichtige Kinder oder Ehepartner kann diese erhöht werden. Wie lange ein P-Konto besteht, kann jeder selbst entscheiden. Hierfür gibt es keine rechtlichen Rahmenbedingungen.

Girokonto beantragen: www.fidor.de