Bei einem Gehaltskonto ohne Schufa braucht man Guthaben

Gehaltskonto ohne SchufaWer im Arbeitsleben integriert ist, braucht ein Gehaltskonto. Die meisten Arbeitgeber überweisen das Geld auf ein Girokonto und der Alltag ist nicht ohne ein Konto zu bewältigen. Laufende Kosten wie Miete, Heizung oder Strom müssen überwiesen werden, kurzum für den gesamten Zahlungsverkehr wird ein Konto benötigt. Grundsätzlich ist eine Kontoeröffnung bei einer beliebigen Bank eine Kleinigkeit. Es wird ein Antrag gestellt und innerhalb von ein paar Tagen kann das Konto genutzt werden. Für die Banken ist eine Auskunft bei der Schufa ein Standardvorgang. Damit loten sie die Kreditwürdigkeit und das Zahlungsverhalten des künftigen Kunden aus. Diese so genannte Schufa-Klausel ist in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen hinterlegt. Wer ein Konto eröffnen will und den Antrag unterschreibt, akzeptiert gleichzeitig die AGBs und damit ebenso die Schufa Klausel. Wer einen negativen Eintrag bei der Schufa hat, muss oftmals mit der Ablehnung der Kontoeröffnung rechnen. Ein Risiko wollen die Banken nicht eingehen. Dabei ist die Führung eines Kontos weitaus mit geringeren Risiken behaftet, als die Vergabe eines Kredites und dennoch verweigern viele Banken ein Konto. Aber es gibt es doch – ein Gehaltskonto ohne Schufa genauso wie ein Privatkonto ohne Schufa.

Was kann Ihnen ein Gehaltskonto ohne Schufa noch bieten? Alle wichtigen Fakten haben wir Ihnen in unserem Ratgeber zum Thema Gehaltskonto ohne Schufa zusammengestellt!

GIROKONTO BEANTRAGEN: www.fidor.de

Inhaltsverzeichnis

  • Definition eines Gehaltskontos ohne Schufa
    • Welche Funktionen hat ein Guthabenkonto?
  • Die wichtigsten Daten eines Haushaltsbuches
  • Wo gibt es Guthabenkonten für Gehälter?
  • Was kostet ein Gehaltskonto ohne Schufa?
    • Auf diese Preise sollte man achten!
  • Fazit: Genau hinschauen – bei einem Gehaltskonto ohne Schufa

Definition eines Gehaltskontos ohne Schufa

icon_Wechsel_UmzugDa die Banken immer eine Schufa Anfrage bei einer Kontoeröffnung starten, ist es nur verwunderlich, dass es wiederum Banken gibt, die das nicht tun. Hier geht es in erster Linie immerhin um die Absicherung der Bank. Wer eine gute Bonität hat und auch in seinem Zahlungsverhalten einsame Spitze ist, wird gerne bei jeder Bank genommen. Hier muss angenommen werden, dass dieser Kunde kein Risiko ist. Wenn eine Bank auf eine Schufa Anfrage verzichtet, muss sie sich anderweitig absichern – in Form von einem Guthabenkonto.

Das heißt, bei einem Gehaltskonto trotz Schufa muss der Kontoinhaber zuerst einen Betrag darauf überweisen. Von diesem Betrag kann er alle nötigen Überweisungen und Lastschriften erledigen. Eines darf er jedoch nicht – sein Konto überziehen. Was bei jedem anderen „normalen“ Girokonto gängige Praxis ist, funktioniert hier nicht. Aus diesem Grund erübrigt sich auch die Frage, ob ein Gehaltskonto ohne Schufa über einen Dispositionskredit verfügt. Klare Antwort – nein!

Gehaltskonto ohne Schufa - Bild 1

Ja – ein schufafreies Gehaltskonto ist möglich

Welche Funktionen hat ein Guthabenkonto?

Große Unterschiede existieren nicht, wenn man ein Gehaltskonto ohne Schufa mit einem „normalen Girokonto“ vergleicht. Das alles ist bei einem Guthabenkonto möglich:

  • Bargeld abheben
  • Überweisungen tätigen
  • Lastschriften abbuchen lassen
  • Daueraufträge einrichten
  • Prepaid Kreditkarte nutzen

Es gibt also eigentlich keine Unterschiede, nur auf eines muss der Kontoinhaber achten. Er darf mit seinem Konto nicht ins Minus rutschen. Das heißt, die Ausgaben müssen gut geplant werden. Der Vorteil von einem Gehaltskonto ist allerdings – jeden Monat kommt wieder frisches Geld, da aber kein Überziehungsrahmen geplant ist, sollte man ausrechnen, was am Monatsende übrig bleibt. Das Erstellen eines Haushaltsbuches mag manchem als überflüssig erscheinen, doch es ist sehr hilfreich. Doch wie erstellt man sein eigenes individuelles Haushaltsbuch? Hier ein paar Anleitungen:

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Die wichtigsten Daten eines Haushaltsbuches

icon_ChecklisteZiel eines Haushaltsbuches ist die Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben. Wobei das Ergebnis bei einem Gehaltskonto ohne Schufa eindeutig ausfallen muss – die Ausgaben dürfen keinesfalls höher als die Einnahmen sein.

Einnahmen: Die Einnahmen sind in der Regel schnell ermittelt. Da wäre der monatliche Lohn, zuzüglich eventuell das Kindergeld oder eine diverse Rente.
Ausgaben: Bei den Ausgaben sieht das Ganze schon schwieriger aus. Zuerst sollte man sich den wichtigsten und großen Beträgen widmen. Wer in einer Wohnung wohnt, muss monatlich seine Miete bezahlen und wer ein eigenes Haus besitzt, hat somit keine Ausgaben? Im Gegenteil, auch hier fallen Kosten an. Die monatlichen Strom- und Heizungsausgaben müssen nun auch im Haushaltsbuch eingetragen werden.
Hinweis: Obwohl die Kosten für Heizung, Strom und Wasser deutlich geringer ausfallen, wenn sie jährlich bezahlt werden, ist dies meist keine Option für Personen, die ein schufafreies Gehaltskonto besitzen. Dieser einmalige Betrag erhöht das monatliche Budget und würde wahrscheinlich dazu führen, dass der monatliche Betrag, der zur Verfügung steht, nicht reicht.

Zu den regelmäßigen Kosten werden auch die Telefon- und Internetkosten sowie die Benzinkosten für das Auto gerechnet (wenn eines vorhanden ist). Keinesfalls dürfen die Versicherungen vergessen werden, die natürlich nicht bei jedem gleich sind. Last but not least – die klassischen Haushaltskosten wie zum Beispiel monatliche Ausgaben für Essen, Trinken, Medikamente, Putz- und Waschmittel usw.

Gehaltskonto ohne Schufa - Bild 3

Haushaltsplan aufstellen

Wer über ein regelmäßiges Einkommen verfügt, kann viel leichter so einen Haushaltsplan und somit die Finanzierung von sich selbst oder seiner Familie planen. Für jemand, der allerdings Selbstständig ist, sieht die Sache schon sehr viel schwieriger aus. Bei der Planung eines Haushaltsbuches sind oftmals die Ausgaben das größte Problem. Ein Tipp – zuerst die großen und regelmäßigen Ausgaben erfassen und dann ermitteln was übrig bleibt. Auch noch ein wichtiger Aspekt ist die Notwendigkeit, denn die Miete samt Nebenkosten und die laufenden Lebenshaltungskosten müssen bezahlt werden. Reicht das Geld am Ende des Monats nicht für den neuen Pulli – muss er eben warten.

Doch was passiert, wenn man einmal nicht aufgepasst hat und ein Überweisungsbetrag übersteigt das monatliche Budget? Ganz einfach, wenn eine Überweisung den Betrag übersteigt, der sich noch auf dem Konto befindet, führt die Bank diese Überweisung nicht aus. Mit einem Girokonto, das über einen Überziehungskredit verfügt, wäre das kein Problem. Da es sich aber in diesem Fall um ein Gehaltskonto ohne Schufa, also um ein Guthabenkonto handelt, ist keine Überziehung gestattet.

Wo gibt es Guthabenkonten für Gehälter?

Banken und Sparkassen eröffnen auch unter gewissen Umständen ein Gehaltskonto ohne Schufa. Die Voraussetzungen sind ein regelmäßiger Gehaltseingang und natürlich für Führung des Kontos auf Guthabenbasis. Im Internet sind mittlerweile viele Direktbanken zu finden, die auch dieses Kontomodell vermehrt anbieten. Auch hier die gleichen Voraussetzungen. Eine Überziehung des Kontostandes ist nicht möglich.

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Was kostet ein Gehaltskonto ohne Schufa?

icon_KonditionenBei dieser Frage sollte der Verbraucher genauer hinschauen und ein Blick in diverse Vergleichsportale lohnt sich.

Bei den Direktbanken herrscht der Ruf, dass sie generell günstiger sind, als Filialbanken. Doch auch hier sollte man sich nicht auf allgemeine Aussagen verlassen und genau prüfen, was für Gebühren anfallen. Oftmals sind es versteckte Kosten, die das Gesamtpaket sogleich teurer machen.

Doch auch die herkömmlichen Banken sind auf den Zug des Internets aufgesprungen und bieten vermehrt Onlinekonten an, die ebenfalls günstiger sind.

Auf diese Preise sollte man achten!

Kontoführungsgebühr: Ein Gehaltskonto ohne Schufa ist auch günstig zu haben. Da wären wir schon bei dem monatlichen Grundpreis, der auch als Kontoführungsgebühr bekannt ist. Hier gibt es durchaus Direktbanken, die ein kostenloses Girokonto anbieten. Banken, die für die Kontoführung Gebühren berechnen, orientieren sich im Mittel zwischen fünf und zehn Euro. Wobei die Tendenz sich mehr in Richtung 10 Euro Grenze bewegt.
Einrichtungsgebühr: Die meisten Banken verlangen für die erstmalige Beantragung eines Kontos kein Geld. Aber es gibt doch einige Banken, die bei dem Erstantrag eine so genannte „Einrichtungsgebühr“ berechnen. In der Regel betragen diese Gebühren zirka 39 Euro.
Überweisungen online: Immer noch berechnen viele Banken eine Gebühr für jede Überweisung. Werden viele Überweisungen angewiesen, erhöht das sofort die monatliche Kontoführungsgebühr, wenn denn eine berechnet wird. Ein Tipp – auch die Kontoführungsgebühren sollten in den Haushaltsplan mit aufgenommen und berücksichtigt werden. Die Kosten für eine Online Überweisung betragen zirka zwischen 0,50 Cent und einem knappen Euro.

Es lohnt sich also durchaus, die Gebühren zu vergleichen und vor allem die Allgemeinen Geschäftsbedingungen genau durchzulesen. Hier sind oftmals Bedingungen verankert, die nicht so offensichtlich sind.

Ebenso wundern uns die gravierenden Unterschiede bei den Direktbanken. Bei manchen Anbietern werden die Kunden so richtig zur Kasse gebeten. Wer also ein Gehaltskonto ohne Schufa braucht, wird manchmal so richtig abgezockt. Hier ein negatives Beispiel:

Kosten eines teuren Gehaltskontos ohne Schufa (inklusive Prepaid Kreditkarte):

  • Einrichtungsgebühr 39,00 Euro
  • Kontoführungsgebühr pro Monat 9,90 Euro
  • SMS-TAN: 0,35 Euro pro SMS
  • Pro gebuchten Vorgang 0,75 Euro
  • Monatliche Kartenverwaltungsgebühr 2,50 Euro

Es lohnt sich immer vor Eröffnung eines Onlinekontos das Preis-/Leistungsverzeichnis jeder Bank genau in Augenschein zu nehmen. Dort finden sich oftmals Gebühren, die bei einer Bank automatisch kostenlos sind oder die nicht so viel kosten.

Doch eines muss jedem Kontoinhaber klar sein – eine Änderung der Preise ist jederzeit möglich. Den Zusatz, dass die aufgeführten Preise jederzeit von der Bank geändert werden können, finden die Bankkunden im Preis-/Leistungsverzeichnis oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Nur noch zum Schluss – über welche Bankgebühren ärgern sich die Deutschen am meisten? Die nachstehende Grafik liefert den Aufschluss.

Statistik – welche Bankgebühren ärgern am meisten

Fazit: Genau hinschauen – bei einem Gehaltskonto ohne Schufa

icon_FazitFast scheint es so, als wenn manche Banken die Notlage derer ausnützen, die Schwierigkeiten mit der Eröffnung eines Girokontos haben. Auch bei einem Gehaltskonto ohne Schufa lohnt sich das genauere Hinschauen. Es gibt durchaus günstige Konten, die es allesamt aber dennoch nicht umsonst gibt. Wenn es als kostenfrei angeboten wird, werden zum Beispiel für vermehrte Barauszahlungen Gebühren berechnet oder es müssen Gebühren für Rücklastschriften gezahlt werden. So ganz ohne jegliche Kosten wird der Verbraucher schlecht ein Konto finden, denn auch die Banken arbeiten nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten und müssen an den Produkten, die sie anbieten, verdienen. Jeder muss also nach seinen vorhandenen Zahlungen, die er in der Regel leisten muss, sein spezielles Konto auswählen. Denn was für den einen gut ist, muss noch lange nicht für alle Kontoinhaber gelten.

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