Girokonto für Auszubildende – auf Leistungen achten

Girokonto für AuszubildendeDie Schule ist vorbei und der erste Ausbildungstag beginnt. Spätestens dann sollte man ein Girokonto für Auszubildende einrichten. Denn ein Konto ist ein absolutes Muss, damit der Arbeitgeber den Lohn überweisen kann. Einige Jugendliche besitzen bereits ein Konto, das ihre Eltern vor vielen Jahren als Kinderkonto eröffnet haben. Doch viele betreten ein absolutes Neuland. Meistens beginnen die Jugendlichen ihre Ausbildung in einem Alter unter 18 Jahren. Das bedeutet, sie können noch nicht voll über das Konto verfügen. Das ändert sich jedoch mit der Volljährigkeit. Doch was ist das beste Girokonto für Azubis und auf was muss geachtet werden? Ein paar Kriterien sollte das Konto schon erfüllen können, genauso wie wir es bei einem Girokonto für Rentner erwarten.

  • Kostenlose Kontoführung
  • Kostenlose Bargeldabhebungen
  • Kostenlose Kreditkarte

Was kann Ihnen ein Girokonto für Auszubildende noch bieten? Alle wichtigen Fakten haben wir Ihnen in unserem Ratgeber zum Thema Girokonto für Auszubildende zusammengestellt!

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Inhaltsverzeichnis

  • Girokonto für Auszubildende unter 18 Jahren
  • Alleiniges Sorgerecht
  • Girokonto für Auszubildende über 18 Jahre
  • 18 – voll geschäftsfähig
  • Das erste Girokonto? Hier ein paar Tipps:
  • Fazit: Ein Girokonto für Auszubildende sollte kostenfrei sein

Girokonto für Auszubildende unter 18 Jahren

icon_ZielgruppeAuch wenn ein Jugendlicher ab 15 Jahren mit der Ausbildung beginnt, ist er laut Gesetz beschränkt geschäftsfähig. Das ist im § 106 iVm § 2 BGB geregelt und gilt für Kinder ab dem vollendeten siebten bis zum vollendeten 18. Lebensjahr. Wenn ein Jugendlicher unter 18 Jahren ein Konto eröffnen möchte, braucht er in der Regel dazu die Einwilligung seiner Eltern. Das heißt bei einem gemeinsamen Sorgerecht müssen beide Elternteile den Konto-Eröffnungsantrag unterschreiben und beide müssen sich legitimieren. Dies gilt auch für den Jugendlichen. Die Eltern haben also über das Konto des jungen Auszubildenden die Vollmacht. Das heißt, sie können bestimmen wie viel ihr Sprössling im Monat von seinem Konto abheben darf.

Hinweis: Allerdings bei berufstätigen Jugendlichen unter 18 Jahren gilt eine Ausnahme. So darf der junge Arbeitnehmer alleine ein Girokonto eröffnen. Er kann auch ohne Zustimmung seiner gesetzlichen Vertreter auf das Konto Geld einzahlen oder abheben. Voraussetzung für diese Rechtsgeschäfte ist die Zustimmung der Eltern für diesen Job. Nur andere Bankgeschäfte und Überweisungen kann der Azubi nicht alleine durchführen. Dazu braucht er noch die Erlaubnis seiner Erziehungsberechtigten.

Alleiniges Sorgerecht

Doch wie ist es, wenn nur ein Elternteil sorgeberechtigt ist? Hier verlangen die meisten Banken einen Nachweis für das alleinige Sorgerecht. Damit sind die Banken rechtlich auf der sicheren Seite. Eine so genannte Negativbescheinigung stellt das Jugendamt unter Vorlage der Geburtsurkunde aus. Sie sollte allerdings bei der Kontoeröffnung neueren Datums sein.

Girokonto für Auszubildende über 18 Jahre

icon_SchuldenEinige Auszubildende sind mit der Vollendung des 18. Lebensjahres noch nicht fertig mit der Ausbildung. Das gleiche gilt natürlich für Studenten, die auch die Vorteile eines Girokontos für Auszubildende nutzen können.

Bei vielen Banken wird nach der Vollendung des 18. Lebensjahres aus einem kostenlosen Girokonto ein gebührenpflichtiges Girokonto. Damit auch ab diesem Zeitpunkt der Auszubildende noch die Vorteile eines Kontos nutzen kann, das keine Gebühren berechnet, verlangen die Banken dementsprechende Nachweise. Diese wären:

  • Bei Auszubildenden den Ausbildungsvertrat
  • Bei Studenten die Immatrikulations-Bescheinigung

Doch so ein kostenloses Konto ist nicht ewig zu haben und bei allen Banken ist irgendwann Schluss. So unterscheiden sich die Altersgrenzen in einem Zeitraum von 26 bis 30 Jahren. Ab diesem Lebensjahr ist ein kostenloses Girokonto für Auszubildende nicht mehr möglich. Das Alter legt jede Bank fest und es ist nicht an irgendwelche Richtlinien gebunden.

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18 – voll geschäftsfähig

icon_gesetzlichAb dem vollendeten 18. Lebensjahr ist der Auszubildende oder Student voll geschäftsfähig. Da heißt, er kann ganz alleine über sein Konto verfügen und braucht von seinen gesetzlichen Vertretern keine noch so kleine Erlaubnis. Das ist nun möglich:

  • Dispositionskredit
    Jetzt kann die Bank dem volljährigen Auszubildenden einen Dispositionskredit einräumen, den er jederzeit in Anspruch nehmen kann. Vorher war das nicht möglich. Unter 18 Jahren können selbst die Eltern nicht ihre Genehmigung für einen Dispo aussprechen. Hier ist immer die Genehmigung des Vormundschaftsgerichts notwendig.
  • Verfügungsberechtigung der Eltern
    Bisher konnten die Eltern entscheiden, ob ihr Sprössling die Überweisung tätigen kann oder nicht. Mit der Vollendung des 18. Lebensjahres erlischt automatisch diese Verfügungsgewalt über das Konto. Die Handhabung bei den Banken ist hier unterschiedlich. Während bei einigen Banken keine Aktionen notwendig sind, müssen bei einigen Kreditinstituten einige Formulare ausgefüllt werden.
  • Anlage- und Wertpapiergeschäfte
    Vorher trafen die Eltern die Entscheidungen – wird das Geld in Aktien oder in einem Festgeldkonto angelegt? Nun liegt das Risiko der verschiedenen Anlagestrategien allein bei dem Volljährigen.
  • Kreditkarte
    Vor dem 18. Lebensjahr konnte der Auszubildende zwar über eine Kreditkarte verfügen, aber nur in Form einer Guthaben-Kreditkarte. Nun kann er selbst entscheiden, welche Kreditkarte seinen Ansprüchen entgegenkommt und ob er vielleicht auf eine Kreditkarte verzichtet.

Trotzdem, dass die Kinder ab dem 18. Lebensjahr voll über ihre Bankgeschäfte alleine entscheiden können, legen viele Jugendliche noch Wert auf den Rat ihrer Eltern. Schließlich haben sie schon mehr Erfahrungen gesammelt und unterstützen gerne ihre Kinder. Die Entscheidung allerdings liegt jetzt nunmehr bei dem volljährigen Auszubildenden.

Das erste Girokonto? Hier ein paar Tipps:

icon_VerbrauchertippsDie Eltern haben bereits ihr Girokonto seit 20 Jahren bei dem gleichen Kreditinstitut. Für viele Jugendliche ist es meist selbstverständlich auch bei dieser Bank das Girokonto für Auszubildende zu eröffnen. Es kann aber auch sein, dass bereits seit Kindertagen dieses Konto existiert und warum also wechseln?

Die Art der Bankgeschäfte hat sich im letzten Jahrzehnt drastisch verändert. Das Internet boomt und die Filialbanken kämpfen gegen die Konkurrenz der Direktbanken. Viele nutzen die einfache Variante des Online Bankings. Gerade die heutige Jugend ist mit Computer und Co groß geworden und sieht die Möglichkeit, alles online zu erledigen mit anderen Augen. Es ist eine Selbstverständlichkeit geworden, alle möglichen Dinge des Lebens im heimischen Computer auszusuchen und zu bestellen. Da ergibt es sich von selbst, dass auch die Überweisungen online getätigt werden. Was für jeden Menschen gilt, sollte auch für den Auszubildenden im Fokus liegen – das Girokonto sollte nach den eigenen Bedürfnissen ausgewählt werden.

Girokonto für Auszubildende - Bild 1

Girokonto nach eigenen Bedürfnissen aussuchen

 

  • Direktbank oder Filialbank: Genau hier muss sich der Jugendliche zuerst entscheiden. Wenn für ihn ein direkter Ansprechpartner wichtig ist, kommt nur eine Filialbank in Frage. Allerdings bietet eine Direktbank gelegentlich mehr Kostenersparnis und alles wird allerdings online erledigt. Dass nur Filialbanken über einen ausgezeichneten Service verfügen, wurde bei einer neuen Studie widerlegt. Hier überzeugten viele Direktbanken mit Souveränität und Freundlichkeit am Telefon und bei den E-Mail Anfragen.
  • Gebühren: Das geringe Gehalt mancher Auszubildenden lässt hier nur eine Option zu – ein kostenloses Girokonto. Mittlerweile bieten einige Banken, sowohl Direkt- als auch Filialbanken dieses Kontomodell für junge Auszubildende an und das aus gutem Grund. Schließlich sind diese Berufsanfänger die Kunden von morgen. Wem ein Kontowechsel keine Schwierigkeiten bereitet, kann nun bei der Bank seiner Wahl das Girokonto eröffnen. Viele Banken allerdings wandeln nach dem Eintritt in das „normale“ Arbeitsleben das bisherige kostenlose Kontomodell in ein kostenpflichtiges um. Wer länger bei der Bank seiner Wahl ein kostenfreies Konto nutzen möchte, sollte diese Option vorher ausloten.
Girokonto für Auszubildende - Bild 2

Vor Kontoeröffnung die Kosten ermitteln

  • Geldautomaten: Um Bargeld zu erhalten, geht man zur Bank und hebt es am Schalter ab. Nicht immer, denn wer Geldautomaten nutzt, kann zu jeder Tages- und Nachtzeit Geld von seinem Konto abheben. Dieser Vorgang ist bei den hauseigenen Automaten kostenfrei. Das gilt für Filialbanken, doch wie es mit den Direktbanken? Auch hier sollte die Bank nach diesem Kostenfaktor ausgewählt werden. Gibt es in der Nähe einen Geldautomaten, wo kostenlos Geld abgehoben werden kann? Das ist sehr wichtig, denn die Nutzung von Fremdautomaten wird in Zukunft immer teurer und so könnte ein kostenloses Girokonto sehr schnell eine Kostenfalle werden. Die kostenfreie Bargeldabhebung beschränkt sich allerdings nicht nur auf Deutschland. Bei vielen Banken kann auch im Ausland bei bestimmten Geldautomaten Geld abgehoben werden, ohne dass dafür Gebühren anfallen.
  • Zinsen: In der Regel werden auf das Guthaben eines Girokontos keine Zinsen gezahlt. Doch auch hier handeln die Banken unterschiedlich. So gibt es doch einige Banken, die hier Zinsen zahlen, zwar sehr gering – aber immerhin. Dennoch sollte dieser Faktor nicht ausschlaggebend sein, ob man diese Bank wählt oder nicht. Besser ist es, wenn Geld angespart werden soll, diesen Betrag auf ein Festgeldkonto zu legen. Ebenfalls bieten sich dem Azubi noch andere Möglichkeiten. Viele Arbeitgeber zahlen einen vermögenswirksamen Zuschuss. Dieses Geld wird in speziellen Sparplänen angelegt, wovon es verschiedene Anlagemöglichkeiten gibt.
  • Dispokredit: Ab dem vollendeten 18. Lebensjahr kann auch der Azubi einen Dispositionskredit in Anspruch nehmen. Allerdings ist dies nicht ratsam, denn bekanntlich sind die Zinssätze bei einem Dispokredit besonders hoch. Die Gefahr einer Verschuldung ist hier groß. Wenn die geplanten Ausgaben jedoch nicht zu verhindern sind, sollte der Jugendliche vielleicht seine Eltern um ein Darlehen bitten oder einen günstigen Ratenkredit in Anspruch nehmen.

Fazit: Ein Girokonto für Auszubildende sollte kostenfrei sein

icon_FazitErfreulich ist, dass es doch viele Banken gibt, die ein kostenfreies Girokonto für Auszubildende anbieten. Leider halten sich die Institute allerdings mit den Informationen zurück, wie sich die Kosten nach der Ausbildung gestalten. Hier muss sich jeder selbst erkundigen. Allerdings ist dies nicht entscheidend bei der Auswahl des Kontos, denn ein Wechsel ist heutzutage einfach und vor allem auch kostenlos. Vielmehr sollte der Auszubildende großen Wert auf die Geldautomaten legen. Bargeld ist auch heute noch für viele Jugendliche wichtig und wenn kein kostenloser Geldautomat in der Nähe des Wohnortes ist, kann das sehr teuer werden. Vor allem raten wir dazu ab, den Dispo in Anspruch zu nehmen, denn Jugendliche sollen schon früh lernen mit dem Geld auszukommen, was verfügbar ist.

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