Auch beim Konto für Arbeitslose auf versteckte Kosten achten

Fidor Bank Girokonto

Arbeitslos und kein Konto? Dieser Umstand trifft auf viele Bundesbürger zu. Oftmals fühlen sich diese Menschen am Rande der Gesellschaft. Dabei kann es jedem passieren, dass er von heute auf morgen arbeitslos wird. Die Firma macht Pleite oder verlegt den Standort ins Ausland. Doch auch kleinere Geschäfte mit nur wenigen Angestellten müssen aus wirtschaftlichen Gründen ihren Laden oder Büro schließen. Wer bis dato ein Konto hatte, muss mit Einschnitten rechnen, wie zum Beispiel der Streichung des Dispokredites. Wer noch kein Konto besitzt, wird sich nun fragen, welche Bank lässt ihn nun ein Konto eröffnen? Dabei ist ein Girokonto ein nützliches Werkzeug des alltäglichen Lebens und ohne geht es fast nicht. Die Vorteile eines Bankkontos.

  • Problemlos Zahlungen erhalten
  • Überweisungen tätigen
  • Lastschriften erteilen
  • Bargeld abheben

Derzeit kann der deutsche Arbeitsmarkt auf eine äußerst positive Entwicklung blicken. Momentan ist eine Arbeitslosenquote von sechs Prozent zu vermelden. Manche reden schon von kommender Vollbeschäftigung. Doch das ist Ansichtssache – Tatsache ist aber, dass der deutsche Arbeitsmarkt seit 24 Jahren nicht mehr eine so niedrige Quote aufweisen konnte. Nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung eines Jahres.

Konto für Arbeitslose - Bild 1

Statistik über Arbeitslosenquote des vergangenen Jahres

Inhaltsverzeichnis

  • So sieht ein günstiges Konto für Arbeitslose aus
  • Auf versteckte Kosten achten
  • Noch ein kostenloses Konto für Arbeitslose
  • Modernes Online Banking ist im Vormarsch
  • Was ist Paydirekt?
  • Das ist der Unterschied zu PayPal
  • Warum ein Konto für Arbeitslose eine Notwendigkeit ist
  • Kurz und knapp was ein Konto für Arbeitslose haben sollte
  • Fazit: Es gibt gute und kostenfreie Konten für Arbeitslose

So sieht ein günstiges Konto für Arbeitslose aus

icon_ZielgruppeDas Arbeitslosengeld ist sowieso schon niedrig und davon müssen die täglichen Dinge des Lebens bezahlt werden. So banal es auch für viele klingen mag, aber hohe Kontogebühren können hier richtig wehtun. Durch die neue EU-Richtlinie sind die Banken in Zugzwang und müssen quasi jedem Bürger ein „Girokonto für Jedermann“ gestatten. Das heißt aber nicht, dass der Bankkunde dieses Konto vollkommen kostenfrei erhält. Besonders die Filialbanken verlangen hier einen monatlichen Betrag für die Kontoführung. Es scheint so, dass nur mehr die Direktbanken kostenlose Girokonten zur Verfügung stellen und das Filialbanken-Netzwerk immer mehr Abseits gedrängt wird.

Ein gutes Beispiel ist die Norisbank. Bisher konnten die Kunden der Tochtergesellschaft der Deutschen Bank an 90 Filialen ihre Bankgeschäfte erledigen. Ein Angebot war auch das kostenlose Girokonto, das ohne Bedingungen eröffnet werden konnte. Doch das Wachstum der Direkt- und Onlinebanken beeinträchtigt eben die Attraktivität der Filialbanken. Nun entschloss sich ebenfalls die Norisbank für das Bankenmodell „Direktbank“ und musste aus diesem Grund die 90 Filialen in Deutschland schließen. Vielleicht auch ein gewisser Schuldenschnitt der Deutschen Bank, die derzeit ein wenig in der Schieflage hängt.

Das kostenlose Konto der Norisbank bietet folgende Vorteile und kann auch als Girokonto für Arbeitslose genutzt werden.

 Startseite der Norisbank

Hier kostenloses Girokonto eröffnen

  • Keine Kontoführungsgebühr und kein Mindestgeldeingang
  • Kostenlose Kreditkarte (allerdings wird dafür eine Bonität vorausgesetzt)
  • Kostenlos Bargeld einzahlen – an über 700 Geldautomaten der Deutschen Bank
  • Paydirekt – online sicher bezahlen
  • Rund um die Uhr erreichbar – Telefon- und Onlinebanking rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche
  • Finanzplaner – steht jedem Kontoinhaber online zur Verfügung
  • Ausland kostenlos Geld abheben (nur mit Kreditkarte)
  • Kostenlos Bargeld abheben – an rund 9.000 Geldautomaten der Cash Group (sogar an 1.300 Shell-Tankstellen)
  • Flexibler Dispokredit (nur mit Bonitätsprüfung)

Auf versteckte Kosten achten

icon_GebuehrenViele Onlinekonten bieten auch bei genauerer Betrachtung genau die guten Konditionen, die sie auch versprechen. Doch manchmal lässt sich der Verbraucher von den ersten Angaben verführen und eröffnet sofort ein Girokonto für Arbeitslose. Deshalb sollte das Angebot auf der Webseite genau unter die Lupe genommen und alles angeklickt werden. In der Rubrik Preisverzeichnis steht meist alles was der zukünftige Kontoinhaber wissen muss.

Hier sind die gebührenpflichtigen Entgelte zu sehen, wie die Kosten für eine Bargeldabhebung oder einfach nur Kosten in zweistelliger Höhe, nur damit das Konto aktiviert wird. Ebenso kann die Zusendung der „kostenlosen“ Kreditkarte ebenfalls etwas kosten. Man muss hier sehr aufpassen, denn das vermeintliche kostenlose Girokonto ist am Ende doch etwas teurer, als es den Anschein hatte.

Noch ein kostenloses Konto für Arbeitslose

Wie gut in unserem Beitrag zu sehen ist, punkten die reinen Onlinekonten mit dem Angebot von kostenlosen Girokonten. Wer trotzdem nicht auf eine Filialbank verzichten möchte, sei es wegen einem persönlichen Kontakt oder fehlender technischer Ausrüstung für das Online Banking, findet doch einigermaßen günstige Konten auf Guthabenbasis. Die Postbank zum Beispiel verlangt 5,90 Euro im Monat, unabhängig vom Geldeingang. Dann wäre noch die EthikBank mit ihrem Mikro-Konto, die bis Ende des Jahres 2015 noch 7,50 Euro pro Monat berechnet und ab 2016 auf 9,75 Euro erhöht. Die Sparkasse berechnen zirka 10 Euro pro Monat für ein Guthabenkonto. Allerdings ist diese Gebühr von Bank zu Bank verschieden. Da lohnt es sich anzufragen.

Girokonto beantragen: www.fidor.de

Modernes Online Banking ist im Vormarsch

icon_VerbrauchertippsWir haben noch ein Konto für Arbeitslose entdeckt, das auf Guthabenbasis geführt wird. Seit dem Jahre 2013 wurde das Berliner Unternehmen N26 gegründet. Das Ziel der Gründer war die Idee den Kunden ein modernes und innovatives Online-Banking zu bieten. Dazu gehören Überweisungen in Echtzeit, ein kostenloses Kontomodell und eine Hotline, die dauerhaft zu erreichen ist. Wie schon vermutet, ist es ein modernes Konto, das nur mit einem Smartphone zu händeln ist. Verbraucher ohne Smartphone können also dieses Konto nicht eröffnen – was in unseren Augen ein Minuspunkt ist. Einen Computer haben wohl viele zuhause, aber ein Smartphone besitzt nicht jeder und vielleicht nicht jeder Arbeitslose. Deshalb können wir dieses Konto der N26 nur empfehlen für Kunden, die ein Smartphone besitzen.

Ganz anders präsentiert sich die Fidor Bank. Hier kann alles am heimischen Computer erledigt werden. In unserem Artikel „Privatkonto ohne Schufa“ haben wir diese Online Bank etwas genauer angeschaut.

Was ist Paydirekt?

Wer ein Online Konto bei der Norisbank oder einer anderen Filialbank eröffnet, die Online Banking betreibt, wird öfter über die Bezahlmöglichkeit Paydirekt stolpern. Der Onlinehandel nimmt zu und somit auch die verschiedenen Bezahlsysteme. Paydirekt ist eine Antwort der deutschen Banken und Sparkassen auf PayPal.

Nachstehende Grafik zeigt das Zahlungsverfahren mit dem größten Nutzeranstieg. Die Auswertung stammt zwar aus dem Jahre 2011, hat aber immer noch eine starke Aussagekraft.

Konto für Arbeitslose - Bild 3

Statistik über Zahlungsverhalten im Onlinehandel

Wer sich also für ein Online Konto entscheidet, wird früher oder später mit Paydirekt konfrontiert werden. Dieses Zahlungssystem versteht sich im direkten Konkurrenzkampf zu PayPal. Es ist die bei vielen Verbrauchern gewünschte deutsche Alternative. Hier spielt auch der Datenschutz eine Rolle, hinsichtlich der Skandalenthüllungen von NSA und Co. Auch der Handelsverband Deutschland begrüßt diesen neuen Konkurrenten. Demnach hätten die deutschen Banken auch gute Voraussetzungen um sich hier erfolgreich zu etablieren.

Das ist der Unterschied zu PayPal

Das Geld wird direkt vom Konto abgebucht und hier ist kein Dritter zwischengeschaltet. Der Nutzer muss nur seine E-Mail-Adresse und sein Passwort eingeben. Das gibt dem Kunden die Sicherheit, dass er eine Rücklastschrift veranlassen kann, wenn die Ware bei ihm nicht ankommt.

Girokonto beantragen: www.fidor.de

Warum ein Konto für Arbeitslose eine Notwendigkeit ist

Wer kein Konto besitzt, muss irgendwie an die Leistungen des Arbeitsamtes kommen. Entweder er nutzt das Konto von Verwandten oder Freunden oder er lässt sich einen Scheck geben. Beide Varianten sind schwierig oder kostenintensiv. Wer ständig das Konto anderer Personen nutzt, wird bald auf Widerstand stoßen. Hier ist ein großes Vertrauensverhältnis nötig. Müssen Schecks eingereicht werden, das wiederum nur an einem Bankschalter funktioniert, kostet das wieder Extra-Gebühren. Sozialrechtsexperten bemängeln, dass hier diesen Personen ein finanzieller Nachteil entsteht, denn nicht selten wird für die Einreichung eines Schecks eine Gebühr von acht Euro berechnet. Die Kosten sind hier natürlich von Bank zu Bank verschieden. Trotzdem sind dies Kosten, die bei einer normalen Überweisung auf ein Girokonto nicht entstehen.

Konto für Arbeitslose - Bild 4

Online Banking ist günstiger

Ebenso bleiben dem Arbeitslosen das gängige Online Banking verwehrt, wenn er kein Girokonto besitzt. Gerade hier kann deutlich an den Kosten eingespart werden. Werden Kontoführungsgebühren berechnet, kosten online ausgeführte Überweisungen deutlich weniger wie eine Überweisung, die am Schalter abgegeben wird. Fakt ist, dass das Online Banking immer mehr genutzt wird und die herkömmliche Weise nur noch mit überhöhten Kosten verbunden ist. Auch dieser Aspekt ist ein deutlicher Nachteil von Personen, die kein Konto besitzen.

Kurz und knapp was ein Konto für Arbeitslose haben sollte

  • Bei der Kontoeröffnung soll keine Schufa-Anfrage gestartet werden
  • Das Konto soll nicht an einen Mindesteingang gebunden sein
  • Das Konto soll ohne Bedingungen eröffnet werden, das heißt jede Privatperson erhält jederzeit ein Konto
  • Das Konto sollte grundsätzlich kostenfrei geführt werden (das heißt für alle Überweisungen, Bargeldabhebungen und Lastschriften)
  • Mit dem Girokonto sollte eine Bankkarte ausgestellt werden, mit der kostenlose Barabhebungen möglich sind
  • Optimal wäre eine Guthabenverzinsung des Girokontos

Fazit: Es gibt gute und kostenfreie Konten für Arbeitslose

icon_FazitAuf der Suche nach einem kostenlosen Konto für Arbeitslose wird man durchaus fündig. Doch muss sich der Verbraucher bewusst sein, dass es hierbei nur um Online Konten handelt. Selbst die Norisbank, die bis vor kurzem noch über ein großes Filialnetz verfügte, hat die Seiten gewechselt und ist jetzt nur noch eine Online Bank. Das ist natürlich der Trend und bringt viele Vorteile. Jedoch sind jene ausgegrenzt, die weder einen Computer haben und sich auch nicht mit der neuen Technik auskennen. Diese Personen müssen derzeit immer noch mehr bezahlen, wie technik-affine Menschen. Dennoch finden wir die Online Angebote für sehr gut, die es möglich machen, dass selbst Arbeitslose mit geringen Geldmitteln und Personen mit einer negativen Schufa problemlos ein Konto eröffnen können.

Girokonto beantragen: www.fidor.de