Sicher und schnell eine Online-Überweisung durchführen

Unsere technisierte und schnelllebige Zeit erfordert auch ein schnelleres Bankwesen. Zum Glück sind die Zeiten vorbei, als noch mühsam per Hand oder per Schreibmaschine ein Überweisungsformular ausgefüllt werden musste. Heutzutage wird möglichst alles online erledigt. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Der größte Vorteil ist die Ersparnis an Zeit. Einfach und schnell werden nun Überweisungen am heimischen Computer veranlasst und keiner braucht mehr dazu das Haus zu verlassen. Auch das lange Anstehen am Schalter der Bank erübrigt sich und das nur um den Überweisungszettel dem Bankangestellten zu geben. Auch die Tageszeit, wann man seine Überweisung veranlasst ist vollkommen egal, denn das World Wide Web hat durchgängig geöffnet. Doch diese Methode birgt auch Gefahren – hier kurz die Pro und Kontras.

      • Zeitlich unabhängig
      • Schnell und flexibel
      • Betrugsversuche durch Kriminelle
      • Sicher, dennoch Restrisiko vorhanden

Wie können Sie schnell und sicher eine Online Überweisung durchführen? Alle wichtigen Fakten haben wir Ihnen in unserem Ratgeber zum Thema Online Überweisung durchführen zusammengestellt!

Inhaltsverzeichnis

  • Die ersten Schritte des Onlinebankings
  • Hier nun die wichtigsten Kriterien für ein gutes Passwort:
  • Wie funktioniert eine Online-Überweisung? – hier die Schritt-für-Schritt-Anleitung
      • 1. Schritt – Einloggen
  • Wie funktioniert eine Online-Überweisung sicher?
  • Die bekanntesten und vermehrt eingesetzten Sicherheitsstandards im Online-Banking
  • Fazit: Wie funktioniert eine Online-Überweisung? – Wir finden – einfach und relativ sicher

Die ersten Schritte des Onlinebankings

icon_ChecklisteWer in Zukunft eine Online-Überweisung nutzen möchte, muss sich zuerst bei seiner Bank für das System „Onlinebanking“ anmelden. Dies geschieht über die jeweilige Homepage des Kreditinstitutes. Doch auch hier ist die Vorgehensweise bei den Banken unterschiedlich. Bei den Sparkassen wird einfach die Freischaltung online beantragt. Bei der Norisbank muss nachfolgendes Formular, ebenfalls online, ausgefüllt werden.

Formular der Noris Bank für Online-Banking

Dieses Formular muss für das Online-Banking ausgefüllt werden

Sobald die Bank das Girokonto als Online-Konto eingerichtet hat, können die Bankgeschäfte am heimischen Computer getätigt werden. Nun stellt sich für den Neuling im Online-Banking die Frage: Wie überweise ich Geld?

Auf der Homepage der Bank muss sich der Kontoinhaber zuerst mit seinem Usernamen und seinem Passwort einloggen.

Wie funktioniert eine Online-Überweisung - Bild 2

Zuerst Username und Passwort eingeben

Der Username ist frei wählbar – falls er nicht bereits schon vergeben wurde. Einen entsprechenden Hinweis bekommt der Kontoinhaber beim Eintragen seines individuellen Passwortes. In den Medien wird immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig ein gutes Passwort ist. Soll heißen – eines, das nicht so schnell geknackt werden kann.

Hier nun die wichtigsten Kriterien für ein gutes Passwort:

      • Ein Passwort muss mindestens acht Zeichen haben, aber nicht mehr als 12 Zeichen
      • Sonderzeichen sollten im Passwort enthalten sein, wie zum Beispiel /, ?, *, + usw. (optimal wären mindestens zwei Sonderzeichen)
      • Eine oder mehrere Zahlen sollten enthalten sein
      • Auch die Abwechslung von Groß- und Kleinbuchstaben ist wichtig

Auch so kann das Login aussehen – Beispiel Sparkasse

Login-Maske der Sparkasse

Hier erfolgt das Login zum Online-Banking

Wie funktioniert eine Online-Überweisung? – hier die Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Schritt – Einloggen

2. Schritt – Konto auswählen
Es kann durchaus sein, dass in der Online-Banking Maske mehrere Konten gelistet sind. Das ist oft der Fall, wenn alle Konten der Eltern oder Kinder auf das Online-Banking umgestellt wurden oder wenn ein Bankkunde ein Geschäftskonto und ein Privatkonto besitzt.

3. Schritt – Überweisungsformular ausfüllen
Hier das Beispiel eines Online-Überweisungsformulars von der Sparkasse

Überweisungs-Maske der Sparkasse

Hier die Überweisungs-Daten eingeben

Das Überweisungsformular kann sich im Aufbau bei den einzelnen Banken unterscheiden. Jedoch die Daten, die eingegeben werden müssen, bleiben immer gleich. Einzutragen sind:

      • Der Begünstigte (Name oder Firma)
      • IBAN-Nr. (Seit 2014 gibt es praktisch die übliche Kontonummer nicht mehr. Sie wurde durch die IBAN ersetzt)
      • BIC-Nr. eintragen (bei der BIC-Nr. handelt es sich um die ehemalige Bankleitzahl). Bei Überweisungen im Inland muss die BIC-Nr. nicht unbedingt angegeben werden. Bei Auslandsüberweisungen muss sie noch eingetragen werden. Diese Übergangsregelung gilt bis Februar 2016. Danach soll auch die BIC-Nr. nicht mehr erforderlich sein, denn in der IBAN-Nr. ist bereits die Bankleitzahl versteckt.
      • Das Kreditinstitut des Begünstigten braucht nicht mehr in die Maske eingegeben werden, denn sie wird durch das System automatisch eingefügt.
      • Betrag eingeben
      • Feld mit Verwendungszweck ausfüllen – auch hier gelten die gleichen Bedingungen wie bei einem manuell ausgefüllten Formular. Damit der Empfänger die Zahlung schnell und sicher zuordnen kann, sollte der Auftraggeber bei der Zahlung die Rechnungsnummer samt Datum und eine eventuelle Kundennummer angeben.
      • Zahlungsart – Überweisung Standard (ist automatisch eingefügt)
      • Ausführung – Datum des Tages, an dem die Überweisung veranlasst wird
      • Auftraggeber – Auch dieses Feld ist optional. Wer in seinem Online-Banking mehrere Girokonten angegeben hat, kann hier nun wählen, von welchem Konto die Überweisung getätigt werden soll.
      • Vorlage – dieser Button ist sehr praktisch. Hier ein Häkchen setzen, wenn die Zahlung an einen Begünstigten angewiesen wird, dem man öfter oder regelmäßig Zahlungen leisten muss. Dabei kann es sich um eine Autowerkstatt oder auch um den Vermieter handeln, wenn kein Dauerauftrag eingerichtet wurde. Wird zu einem späteren Zeitpunkt wieder an den gleichen Begünstigten eine Überweisung getätigt, erscheint diese Vorlage. Nur die relevanten Daten müssen noch ausgebessert werden. Das kann nur das Datum sein oder aber auch der Betrag.

4. Schritt – TAN-Nummern oder andere Sicherheitsoptionen
Auf der nächsten Seite wird der Überweisungsauftrag fertiggestellt. Dazu müssen sicherheitsrelevante Eingaben gemacht werden. Im Folgenden gehen wir auf die verschiedenen Sicherheitsstandards ein. Anschließend ist der Überweisungsvorgang abgeschlossen und ein Ausdruck wird normalerweise automatisch erstellt.

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Wie funktioniert eine Online-Überweisung sicher?

icon_sicherheitFür die Banken hat die Sicherheit ihrer Kunden oberste Priorität. Nicht nur die Zahl der Nutzer von Online-Banking ist gestiegen, leider auch die Zahl der Betrüger, die sich kriminell den Zugang zu verschiedenen Konten erschleichen wollen. Aus diesem Grund werden die Sicherheitsstandards ständig verbessert und erweitert.

Wie funktioniert eine Online-Überweisung - Bild 5

Sicherheit ist oberstes Gebot im Online-Banking

Die bekanntesten und vermehrt eingesetzten Sicherheitsstandards im Online-Banking

      • PIN/TAN
        Hier wird eine Liste von der Bank zum Kunden geschickt. Darauf befinden sich etliche TAN-Nummern. Bevor der Überweisungsvorgang beendet wird, muss nun der Überweisende eine dieser Transaktionsnummern in die Überweisungs-Maske eingeben. Diese TAN-Liste ist zeitlich unbegrenzt und auch die Wahl der verwendeten Nummer ist nicht nach der Reihenfolge in der Liste gebunden. Diese Methode gilt allerdings als überholt, da jeder, der diese TAN-Liste in die Hände bekommt, großen Schaden auf dem Konto anrichten kann. Sie gilt als sehr unsicher, da dieses Verfahren besonders anfällig für Phishing-Angriffe ist. Hierbei geben sich die Betrüger mit einer gefälschten E-Mail als das hauseigene Kreditinstitut aus und versuchen unter einem Vorwand an die TAN-Nummern zu gelangen. Meist werden hier sicherheitsrelevante Aspekte angeführt.
      • PIN/iTAN
        Die verbesserte Version der oben genannten TAN wird als iTAN bezeichnet. Da sich die Betrugsfälle mit der normalen TAN gehäuft hatten, wurde diese Methode entwickelt, die es den Betrügern schwerer machen sollte ein Bankkonto leerzuräumen. Bei der iTAN, kurz indiziertes TAN-Verfahren, erhält der Bankkunde ebenfalls in schriftlicher Form eine TAN-Liste. Anders wie beim Vorgängermodell sind in dieser Liste die TAN-Ziffern durchnummeriert. Veranlasst nun der Kontoinhaber eine Überweisung, fragt ihn das System spezifisch nach einer dieser Nummern auf der Liste, beispielsweise Nr. 54. Hinter dieser Positionsnummer steht eine TAN-Zahl – diese muss nun in den Computer eingegeben werden. Das sollte zügig geschehen, denn diese Zahl ist nur in einem bestimmten Zeitfenster gültig. Doch auch bei diesem Verfahren haben Kriminelle die Codes geknackt und sich Zugang zu Konten verschafft. Auch dieses Verfahren wird von Experten bereits als überholt angesehen. Hier besteht also ebenso eine eingeschränkte Sicherheit. Zwar ist die Möglichkeit eines Phishing-Angriffes nicht so hoch, wie beim normalen TAN-Verfahren – ganz auszuschließen ist es allerdings ebenfalls nicht. Ein Beispiel – gelangt der Gauner an mehrere TAN-Nummern, könnte auch die richtige darunter sein.

Das TAN-Verfahren und das iTAN-Verfahren sind heutzutage nicht mehr zeitgemäß und bieten nicht viel Sicherheit.

      • e-TAN oder Chip-TAN
        Hier gibt es verschiedene Varianten. Doch alle haben etwas gemeinsam – eine Karte, die mit einem Chip ausgestattet ist. Diese Karte muss in ein spezielles Gerät eingeführt werden, das als TAN-Generator bezeichnet wird. Hier unterscheiden sich nun die Verfahrensarten. Bei der einen Variante muss der Nutzer die Überweisungsdaten im TAN-Generator eingeben und erhält dann eine TAN für seine Überweisung, die allerdings wieder zeitlich begrenzt ist. Bei der zweiten Variante, der SMART- TAN optic werden die Daten durch einen optischen Sensor gelesen und die TAN anschließend generiert.

Doch auch hier ist der Nutzer nicht vollkommen geschützt, vor allem nicht gegen „man-in-the-middle-Angriffen“. Hierbei schleusen Betrüger beim Nutzer unbemerkt einen Trojaner auf seinen Computer. Wenn die TAN mit dem Generator eingegeben wird, übermittelt der Nutzer seinen Überweisungsauftrag nicht an seine Bank, sondern an den Betrüger.

      • mTAN-Verfahren
        Hier wird die Transaktionsnummer im Zuge der Überweisung erstellt und kann nicht schon vorher gestohlen werden. Der Vorteil liegt darin, dass der Nutzer seine TAN-Nummern nicht über seinen PC erhält, der womöglich mit einem Schadprogramm infiziert wurde, sondern über eine SMS auf sein Handy. Wenn die Auftragsdaten mit seinen Eingaben übereinstimmen, kann die TAN verwendet werden. Sollte dies nicht der Fall sein, sind die falschen Empfängerdaten auf dem Handy sofort sichtbar und es handelt sich um eine betrügerische Absicht.

Fazit: Wie funktioniert eine Online-Überweisung? – Wir finden – einfach und relativ sicher

icon_FazitWir finden, das Online Banking hat die Tätigkeit einer Überweisung schon sehr viel einfacher und relaxter gemacht. Daten, die ständig gebraucht werden, sind bereits hinterlegt und lassen eine Überweisung noch viel schneller fertig machen. Auch der Zeitfaktor darf nicht unterschätzt werden, besonders für Personen, die im Schichtdienst arbeiten und für die die Öffnungszeiten einer Bank einfach nicht kompatibel sind. Generell können wir auch die Sicherheit des Online Bankings befürworten, wobei es eine 100-prozentige Sicherheit nicht geben wird. Wer aber aufmerksam seine Überweisungen tätigt und die modernsten Sicherheitsvarianten benützt, der steht auf der sicheren Seite.

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