Die Fakten der Prepaid Kreditkarte mit Kontofunktion

Fidor Bank GirokontoObwohl die Deutschen immer noch vorrangig die Bezahlung mit Bargeld favorisieren, ist die Kreditkarte weiter auf dem Vormarsch. Ein Grund könnte die neue Richtlinie der EU-Kommission sein, wonach die Transaktionen mit Kreditkarten günstiger werden. Eine Bankkarte besitzt eigentlich jeder, der ein Konto hat, doch beim Online Shopping ist sie nicht zu gebrauchen. Hier werden eindeutig Kreditkarten bevorzugt. Bei höheren Beträgen ist es oft sogar nicht einmal mehr möglich per Vorauskasse zu bezahlen – ohne Kreditkarte geht hier gar nichts. Da die deutschen Bürger immer mehr die Möglichkeit des Online Shoppings in Anspruch nehmen, steigt somit wahrscheinlich auch der Bedarf an Kreditkarten. Doch an „normale“ Kreditkarten kommt nur der liquide Kontoinhaber und Personen mit mangelnder Bonität oder sogar einem schlechten Schufa-Eintrag können zwar auf eine Kreditkarte hoffen, aber sie nie erhalten. Bleiben in diesem Fall nur noch die Prepaid Kreditkarten, die es auch mit Kontofunktion gibt.

Was kann Ihnen eine Prepaid Kreditkarte noch bieten? Alle wichtigen Fakten haben wir Ihnen in unserem Ratgeber zum Thema Prepaid Kreditkarten zusammengestellt!

Vorgestellt – die Prepaid Kreditkarte mit Kontofunktion

  • Kann eingeschränkt als Girokonto genutzt werden
  • Keine Schufa-Prüfung
  • Kostenkontrolle

Doch gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen Frauen und Männern bei der Kreditkartennutzung? Bezahlen mehr die Herren der Schöpfung mit Kreditkarte und welche Bezahlmethode bevorzugen die weiblichen Wesen? Die nachfolgende Statistik gibt Aufschluss darüber.

Prepaid Kreditkarte mit Kontofunktion - Bild 1

Welches Geschlecht bevorzugt mehr die Kreditkarte?

Inhaltsverzeichnis

  • Was kann eine Prepaid Kreditkarte mit Kontofunktion?
  • Können Prepaid Kreditkarten gepfändet werden?
  • Dürfen die Banken für die Pfändung eine Gebühr berechnen?
  • Das Kreditkartenkonto mit Kontofunktion von N26
  • Die Leistungen – alles kostenlos
  • So schnell geht die Kontoeröffnung
  • Gibt es auch Prepaid Kreditkarten mit ausländischem Konto?
  • Fazit: Wenn schon eine Prepaid Kreditkarte mit Kontofunktion – dann eine deutsche!

Was kann eine Prepaid Kreditkarte mit Kontofunktion?

Eine Prepaid Kreditkarte mit Kontofunktion kann alles, was jede andere Prepaid Karte auch kann, nur besitzt sie eine eigene Kontonummer. Praktisch für alle diejenigen, die kein Konto wollen oder vielleicht noch auf der Suche danach sind. Diese Kreditkarten findet der Verbraucher im Internet. Es gibt sogar einige Anbieter, die diese Kombination aus Guthaben-Kreditkarte und Kontonummer kostenlos anbieten. Bei diesem Kreditkarten-Modell entfällt das sonst so übliche Aufladen. Hier genügt eine Überweisung von einem anderen Konto und gelegentlich geht das sogar mit Bareinzahlungen. Das ist natürlich von Anbieter zu Anbieter verschieden.

Bei den meisten Prepaid Kreditkarten, die über Kontofunktion verfügen, können ganz normal Überweisungen durchgeführt oder Lastschriftaufträge erteilt werden. Lediglich Schecks kann man nicht einreichen.

Können Prepaid Kreditkarten gepfändet werden?

Bis zu der gesetzlich vorgeschriebenen Pfändungsschutzgrenze kann jedes Guthaben gepfändet werden. Somit kann auch das Guthaben, das sich auf der Karte befindet an den Gläubiger überwiesen werden. Der unpfändbare Grundfreibetrag ist gesetzlich geregelt und beträgt derzeit 1.073,88 Euro zuzüglich eventueller Freibeträge. Diesem Thema haben wir uns ausführlich in dem Artikel „Pfändungsschutzkonto eröffnen“ gewidmet. Die Pfändbarkeit ergibt sich aus der Tatsache, dass diese Prepaid Kreditkarte mit einem deutschen Konto verknüpft ist. Nach dem deutschen Bankengesetz müssen alle deutschen Konten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen, kurz BaFin genannt, gemeldet werden. Also ist dieses Kreditkartenkonto für den Gläubiger auch pfändbar.

Es gibt aber auch Anbieter, bei denen dieses Konto in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt werden kann. Demnach wäre auch die Kreditkarte vor Pfändungen geschützt – natürlich nur im Rahmen der Pfändungsfreigrenze.

Prepaid Kreditkarte mit Kontofunktion - Bild 2

Gebühr für Kontenpfändung?

Dürfen die Banken für die Pfändung eine Gebühr berechnen?

Wie meist in solchen Fragen, entscheidet der Bundesgerichtshof darüber. In dem Streitfall, ob die Banken bei einer Kontopfändung vom Kontoinhaber Gebühren verlangen dürfen, entschied der Bundesgerichtshof gegen die Banken. Das Urteil vom 18.05.1999, Az.: XI ZR 219/98 erklärt ausdrücklich, dass die Banken weder Geld vom Konto einbehalten dürfen, noch Gebühren in Rechnung stellen dürfen. Das ärgert viele Geldinstitute, denn damit ist oftmals ein Verwaltungsaufwand verbunden.

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Das Kreditkartenkonto mit Kontofunktion von N26

Wer eine moderne Prepaid Kreditkarte mit Kontofunktion möchte, sollte sich die Online Bank N26 anschauen. Hier stehen Transparenz, Technologie, Individualität und Sicherheit an erster Stelle. Das Unternehmen kooperiert mit der Wirecard Bank AG zusammen, die die Eröffnung des Kontos und die Kontoführung übernimmt. Von ihr erhält der Kunde auch die Prepaid Kreditkarte. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Aschheim bei München und ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds deutscher Banken. Die Aufsicht obliegt hier der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Die Leistungen – alles kostenlos

Die Prepaid Kreditkarte von N26 ist natürlich eine so genannte „Fake“ Kreditkarte, auf die zuerst ein Guthaben eingezahlt werden muss. Doch dafür ist alles auch schufafrei – sowohl die Kreditkarte, als auch das dazugehörige Konto. Das bietet besonders Personen eine Möglichkeit, die sonst überhaupt nicht oder nur sehr schwer an eine Kreditkarte kommen. Dies betrifft Rentner, aber auch Selbstständige, die kein geregeltes Einkommen vorweisen können. Besonders angesprochen sind aber auch Personen, die bereits einen negativen Schufa-Eintrag haben.

Karte und Konto sind praktisch eins und besitzen dennoch fast alle Funktionen eines klassischen Girokontos. Es können Beträge abgebucht, Überweisungen getätigt und Daueraufträge eingerichtet werden. Allerdings ist eine Bareinzahlung nicht möglich. Was allerdings bei Online Konten keine Seltenheit ist. Nur sehr wenige Direktbanken bieten die Möglichkeit der Bareinzahlung an. Vielmehr wird das Guthaben mittels einer Überweisung transferiert. Das setzt aber wiederum voraus, dass der N26 Kontoinhaber noch ein anderes Konto bei einer anderen Bank hat oder er erledigt das von dem Konto eines Freundes.

Prepaid Kreditkarte mit Kontofunktion - Bild 3

Startseite von N26 – Kreditkarte

So schnell geht die Kontoeröffnung

Jede Privatperson, die volljährig ist und ihren Wohnsitz in Deutschland oder Österreich hat, kann sich bei N26 registrieren lassen. Für die Kontoeröffnung wird ein Invite Code benötigt. Zuerst muss sich der Interessent auf der Webseite von N26 mit dem Button „Jetzt Konto eröffnen“ anmelden. Sobald das Konto zur Verfügung steht, erhält der zukünftige Kunde eine Mail mit diesem Invite Code. Zusätzlich muss der Kunde noch folgende Daten eingeben:

  • Name
  • Anschrift
  • Telefonnummer
  • Geburtsdatum
  • Nationalität

Selbstverständlich wird auch bei dieser Anmeldung das Akzeptieren der Allgemeinen Geschäftsbedingungen gefordert. In diesem Vorgang muss ebenfalls die E-Mail-Adresse bestätigt werden.

Im nächsten Schritt muss der Antragsteller seine Identität bestätigen. Dafür hat er bei N26 zwei verschiedene Möglichkeiten. Die erste wäre die klassische Identifikation per Post-Ident, die ein paar Tage in Anspruch nimmt oder er entscheidet sich für die innovative Option des Web-Ident-Verfahren – das ist in ein paar Minuten erledigt. Im Anschluss daran wird das neu eröffnete Konto mit dem Smartphone des neuen Kontoinhabers verbunden. Da es sich hier um ein Guthabenkonto handelt, muss zuerst eine Überweisung auf das Konto erfolgen, bevor es genutzt werden kann. Nach wenigen Tagen landet die MasterCard mit Hochprägung im Briefkasten.

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Gibt es auch Prepaid Kreditkarten mit ausländischem Konto?

Ja, auch das ist möglich. Von verschiedenen Anbietern, mit Hauptsitz im Ausland, können auch Prepaid Kreditkarten angeboten werden. In diesem Fall handelt es sich um reine Prepaid Kreditkarten ohne Kontoanbindung. Sie müssen aufgeladen werden.

Ein Unternehmen davon ist VIABUY, das ihren Sitz in London hat. Aber keine Angst, die komplette Webseite ist in deutscher Sprache verfasst. Hier geht der Verbraucher einen Vertrag von drei Jahren ein (steht in den AGBs). Für die Prepaid Master Card wird in den ersten drei Jahren keine Jahresgebühr berechnet, allerdings kosten das Ausstellen und der Versand der Kreditkarte 89,70 Euro. Ab dem vierten Jahr wird eine Jahresgebühr von 29,90 Euro berechnet. Wer eine Partnerkarte möchte, muss ab dem ersten Jahr 14,90 Euro bezahlen. Auch die Barabhebung am Geldautomaten sind mit fünf Euro pro Transaktion teuer. Dafür kann der Nutzer weltweit kostenlos einkaufen mit der Karte und die Möglichkeit, SEPA Überweisungen im Inland durchzuführen sowie Geld von Karte zu Karte senden ist kostenlos.

Die Webseite von Neteller ist sehr spartanisch und es empfiehlt sich vorerst die Nutzungsbedingungen zu lesen. Dieses Unternehmen gibt virtuelle Karten aus, ebenfalls auf Guthabenbasis. Wir sind der Meinung, dass hier ein großes Risiko besteht, zumal es deutsche Anbieter für Prepaid Kreditkarten gibt. Für negativ werten wir diese Aussagen in den Nutzungsbedingungen.

  • Wir sind keine Bank
  • Ihr Konto stellt kein Bankkonto dar
  • Konten sind nicht durch Regierungsbehörden abgesichert
  • Keine Entschädigung durch die britische Absicherungsfond Financial Services Compensation Scheme
  • Das Guthaben auf dem Konto wird nicht treuhänderisch verwaltet

Das Unternehmen Excalibur ist ebenfalls in England angesiedelt. Der Werbeslogan lautet „Deutsche SEPA, jedoch Kartenkonto in England". In den allgemeinen Bedingungen ist zu lesen, dass es sich hier um die Wirecard Solutions handelt, die auch mit dem Unternehmen N26 kooperiert. Hier geht der Kunde einen unbegrenzten Vertrag ein, der allerdings jederzeit gekündigt werden kann. Sind Transaktionen vom Karteninhaber nicht genehmigt, erstattet das Unternehmen den Betrag zurück. Nur nicht im Falle eines Vertragsbruches und grober Fahrlässigkeit. Die Kosten sind hoch bei dieser Prepaid Kreditkarte. Kontoführungsgebühren und eine Jahresgebühr muss der Nutzer zwar nicht zahlen, dafür einen einmaligen Betrag von 138,90 Euro für den Erwerb der Karte. Auch die Kosten bei Bargeldabhebung sind teuer. Am Geldautomaten werden pro Abhebung 4,70 Euro berechnet und am Schalter sogar 6,00 Euro. Wer meint, dass seine Karte verlorengegangen ist und sie vorübergehend sperren lässt, muss 10,00 Euro zahlen. Wenn man das Konto schließen möchte wird sogar eine Gebühr von 15,00 Euro fällig. Auch wenn man die Karte nicht benutzt, muss man zahlen – die Inaktivitätsgebühr von 2,50 Euro (drei Monate keine Nutzung).

Fazit: Wenn schon eine Prepaid Kreditkarte mit Kontofunktion – dann eine deutsche!

Es gibt gute, aber wenig Angebote für eine Prepaid Kreditkarte mit Kontofunktion – doch dafür sind sie meist kostenlos. Wir finden allerdings – Finger weg von ausländischen Anbietern. Uns schrecken nicht nur die Preise ab, sondern auch oftmals die fehlende Sicherheit. Zumal gilt hier nicht deutsches Recht, sondern britisches (wenn der Anbieter in England sitzt). Das muss nicht sein, denn wir haben gute und seriöse Unternehmen, die mit einem guten Konzept daherkommen. Auch die innovativen Lösungen finden wir für sehr gut.

Girokonto beantragen: www.fidor.de