Schufa-Selbstauskunft online kostenlos abfragen

Fidor Bank GirokontoWie kann man seine Schufa einsehen? Das wäre gut zu wissen weil, wenn Verbraucher einen Kredit oder eine Baufinanzierung benötigen, kommt die Schufa ins Spiel. Das private Unternehmen sammelt von privaten Personen Daten, die ihr von Unternehmen gemeldet werden. Allerdings können nur Unternehmen Daten ihrer Kunden oder Vertragspartner an die Schufa melden, wenn sie mit dieser einen Vertrag vereinbart haben. Diese gespeicherten Daten entscheiden, ob der Verbraucher den Kredit erhält, ebenso die Genehmigung für die Baufinanzierung oder ob er ein Konto eröffnen kann.

Es gibt zwar immer noch Mittel und Wege bei bestimmten Bankgeschäften die Schufa auszuschließen, aber dann sind es immer Prepaid-Produkte. Wie bei einer Kreditkarte ohne Schufa. Doch wäre es nicht interessant zu wissen, welche Daten die Schufa über einen selbst gespeichert hat? Hier interessantes über die Schufa und wie man eine Schufa-Anfrage starten kann.

Inhaltsverzeichnis

    • Schritt für Schritt Anleitung für die Selbstauskunft
    • So sieht die Schufa-Anfrage aus
  • Schufa-Eintrag abfragen – so sieht das Ergebnis aus
    • Was ist eine Schufa-Bonitätsauskunft?
    • Noch mehr Schufa-Auskunftsmodelle
    • Schufa kompakt
    • Schufa plus
    • Schufa premium
    • Fazit: Einen Schufa-Eintrag abfragen kann sich lohnen
  • Warum sollten Bürger einmal jährlich die SCHUFA abfragen?
    • Fehler in den Datensätzen
    • Welche Fehler können bei der SCHUFA auftreten?
    • Speicherungsfristen für die SCHUFA
    • Weitere Speicherfristen
  • Fazit: SCHUFA einsehen einmal jährlich kostenlos

Schritt für Schritt Anleitung für die Selbstauskunft

icon_ChecklisteSeit dem 01. April 2014 hat jeder Verbraucher das Recht auf Selbstauskunft bei jeder Auskunftei. Laut § 34 des Bundesdatenschutzgesetzes können die gespeicherten Daten und die so genannten Scoring Werte von sich selbst verlangt werden. Einmal im Jahr ist diese Auskunft kostenlos.

Eine der größten Auskunfteien ist die Schufa. Das private Unternehmen ist über die eigene Webseite zu erreichen. Laut Verbraucherschützern macht es die Schufa den Verbrauchern nicht gerade einfach, das Formular für die kostenlose Selbstauskunft zu finden. Immer wieder stolpern die Verbraucher über kostenpflichtige Angebote. Genauer gesagt sind es fünf Klicks bis zur kostenlosen Selbstauskunft.

Schufa-Eintrag abfragen - Bild 1

Wie kann man seinen Schufa-Eintrag abfragen?

Zuerst muss die Startseite www.schufa.de aufgerufen werden. Dann erfolgt ein Klick auf den Button „Für Privatkunden“. Hier ist schon die erste Stolperfalle, denn eine Online Abfrage ist hier möglich – allerdings muss dafür der Verbraucher zahlen. Oben erscheint der Button „Auskünfte“ und dort muss angeklickt werden. Es ist nun der Menüpunkt „Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz“ sichtbar. Auch hier findet wieder eine leichte Verunsicherung der Verbraucher statt. Viele nutzen den bequemen Vorgang der Online Auskunft, die allerding nur für eine Gebühr von 18,50 Euro zu haben ist. Der richtige Button ist grau unterlegt und trägt die Bezeichnung „Jetzt bestellen“ und leitet weiter zu dem Button „Datenübersicht“. Doch keine Angst, hier ist der Verbraucher richtig und er muss nur noch auf die Flagge seines Landes klicken. Daraufhin öffnet sich ein PDF-Formular, das man ausdrucken und ausfüllen muss. Doch Vorsicht – auf diesem Formular ist auch die Möglichkeit für eine kostenpflichtige Selbstauskunft. Wer hier unterschreibt, muss zahlen.

Viel einfacher wäre es, wenn die Abfrage komplett online geschehen könnte, doch das ist nicht möglich. Das ausgefüllte Formular muss per Post an die Schufa geschickt werden. Für die Identifikation muss eine Kopie des Personalausweises dazugelegt werden. Nicht vergessen – Vorder- und Rückseite kopieren. Als Alternative gilt auch die Kopie des Reisepasses. Doch hier wird noch eine Kopie der Meldebescheinigung benötigt. Dann wird alles in Kuvert gesteckt, eine Briefmarke aufgeklebt und per Post an die Schufa abgeschickt.

Schufa-Eintrag abfragen - Bild 2

Fünf Klicks und wissen, was die Schufa gespeichert hat

So sieht die Schufa-Anfrage aus

Im ersten Teil der Selbstauskunft müssen die persönlichen Daten eingegeben werden

  • Anrede
  • Vorname
  • Name
  • Straße und Hausnummer
  • Postleitzahl und Ort
  • Geburtsdatum und Geburtsort
 Bestell-Formular der Schufa

Pflichtfeld – Angaben zur Person

Gleich darunter können die „Sonstigen Angaben“ ausgefüllt werden. Sie sind optional und es besteht keine Verpflichtung dazu. Darunter sind zu verstehen:

  • Geburtsname
  • Frühere Namen
  • E-Mail Adresse
  • Frühere Adresse ( nur bei Umzug innerhalb der letzten 12 Monate)
Bestell-Formular der Schufa

Die Sonstigen Angaben müssen nicht ausgefüllt werden

Nun müssen nur noch die „Aktuellen Wahrscheinlichkeitswerte“ (mehr Informationen in der Auswertung der Schufa-Daten) angekreuzt, das Datum gesetzt und unterschrieben werden. Darunter ist das Alternativ-Feld zu sehen.

 Bestell-Formular der Schufa

Angebot der Schufa für eine kostenpflichtige Bonitätsauskunft

Hier nur ein Kreuz setzen, wer eine erweiterte Bonitätsauskunft will. Mehr dazu im Anschluss. Diese Auskunft ist gebührenpflichtig. Das heißt, wer hier ein Kreuz setzt und unterschreibt, muss einen Betrag von 24,95 Euro bezahlen.

Anschließend folgen sonstige Informationen zum Formular. So sieht es aus:

Seite zwei des Bestell-Formulars der Schufa

Informationen zum Formular

Hier der Hinweis, das Formular vollständig auszufüllen und Kopien der Ausweisdokumente beizufügen. Auch ist hier ersichtlich, dass Bürger anderer Staaten auch diese Auskunft stellen können.

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Hinweis, die Dokumente per Post an die Schufa zu schicken. Die Adresse der Schufa ist auf dem Formular aufgedruckt.

Seite zwei des Bestell-Formulars der Schufa

Hinweis zur Versendungsart

Hier nun der letzte Teil des Formulars der Schufa, für Personen, die eine kostenpflichtige Bonitätsauskunft wollen.

Seite zwei des Bestell-Formulars der Schufa

Hinweis zum SEPA-Lastschriftverfahren

Schufa-Eintrag abfragen – so sieht das Ergebnis aus

Auf dem ersten Blatt sind Hinweise hinterlegt und die Stammdaten ersichtlich. Die wirklich wichtigen Daten sind auf dem zweiten Blatt zu sehen.

Aktuelle Wahrscheinlichkeitswerte

Hier stehen die Unternehmen, die in den letzten 12 Monaten eine konkrete Kreditwürdigkeit über den Verbraucher eingeholt haben. Unter den aktuellen Wahrscheinlichkeitswerten stehen die jeweiligen Ratingstufen und Scorewerte, gelistet nach den einzelnen Branchen. Doch welche Daten enthält ein Branchenscore? Es sind Einschätzungen der Schufa über

  • Die bisherigen Zahlungsstörungen
  • Die Erfüllungswahrscheinlichkeit
  • Die Kreditnutzung
  • Die Länge der Kredit-Historie
  • Die Kreditaktivität des letzten Jahres
  • Allgemeine Daten
  • Anschriftsdaten

Anhand der Daten ermittelt die Schufa die Wahrscheinlichkeit, ob die Verbindlichkeiten auch gezahlt werden.

Einschätzungen: Auf der Rückseite findet der Verbraucher die Definition der jeweiligen Einschätzungen. Hier steht für jede Branche eine Erfüllungswahrscheinlichkeit. Das geringste Ausfallrisiko ist mit einem Wert von 97,5 Prozent gegeben. Als sehr kritisch ist ein Wert unter 50 Prozent anzusehen. Wenn nun der Verbraucher meint, es genügt vollkommen einen Wert über 50 Prozent zu haben, irrt sich gewaltig. Bereits ab einem Wert unter 90 Prozent wird der Abschluss eines Neuvertrages schon sehr schwierig.

Basisscore: Der Basisscore ist auf dem dritten Blatt zu sehen. Dazu gehören Informationen über laufende Kredite, Laufzeit, Einrichtungsdatum, Kredithöhe und Zahlungsweise.

Was ist eine Schufa-Bonitätsauskunft?

icon_FAQsIn dem Formular für einen kostenlosen Schufa-Eintrag abfragen, ist auch die Alternative integriert, eine kostenpflichtige Schufa-Bonitätsauskunft zu erhalten. Sie beinhaltet zwei Dokumente. Dafür wird ein spezielles Papier verwendet, das mit einem Wasserzeichen versehen ist.

Schufa-Eintrag abfragen - Bild 9

Vertrauen beweisen – mit der Schufa-Bonitätsauskunft

  • Im ersten Dokument sind beweiskräftige Auskünfte enthalten. Sie ist für Geschäftspartner geeignet, mit denen ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden soll. In diesem Dokument sind allerdings nicht alle Daten enthalten, die über die jeweilige Person bei der Schufa gespeichert sind. Es werden nur die Informationen offengelegt, die für diese Geschäftsbeziehung wichtig sind. So eine Bonitätsauskunft ist oftmals wichtig bei Vermietern oder bei Arbeitgebern, die besondere Anforderungen stellen.
  • Das zweite Dokument ist zur persönlichen Verwendung bestimmt und enthält alle zur Person von der Schufa gespeicherten Daten. Es ist klar strukturiert und umfangreich.
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Noch mehr Schufa-Auskunftsmodelle

Die Schufa ist ein privates Unternehmen und bietet ihren Kunden dadurch verschiedene Auskunftsmodelle an. Sie sind natürlich kostenpflichtig und enthalten folgende Leistungen.

Schufa kompakt

In diesem Leistungspaket sind Informations- und Beratungs-Features enthalten, sowie ein Sonderpreis für die Bonitätsauskunft. Hier die Details:

  • Zugriff auf die Daten bei der Schufa-Webseite jederzeit online.
  • Update-Service – dazu gehören Änderungen der eigenen Identität und Bonität sowie Benachrichtigungen bei kreditrelevanten Anfragen
  • Formular Service – Zugriff auf Formular-Vorlagen, zum Beispiel für Kredit oder Miete
  • Informationen zu wichtigen Schufa- und Finanzthemen
  • Direkte Beratung in mehreren Sprachen möglich. Telefonberatung von Montag bis Freitag von 8.00 bis 19.00 Uhr und Samstag von 10.00 bis 16.00 Uhr
  • Die Bonitätsauskunft gibt es zum Sonderpreis von 9,95 Euro

Das Schufa kompakt Paket kostet 3,95 Euro im Monat, verbunden mit einer Mindestlaufzeit von einem Jahr.

Schufa plus

Das Leistungspaket Schufa plus beinhaltet die gleichen Punkte wie im Schufa kompakt aufgeführt. Zusätzlich gibt es noch den Identitätsschutz. Dazu gehören folgende Leistungsmerkmale:

  • Bei der IdentSafe Hotline erhält der Nutzer Hilfe im Ernstfall rund um die Uhr und eine Beratung zur Identitätssicherung.
  • Der IdentSafe Cleaner stellt eine Hilfe bei der Bereinigung der Spuren von Identitätsmissbrauch im Internet dar.
  • Im IdentSafe Monitor erhält der Nutzer ein regelmäßiges Monitoring im Internet und einen SMS Frühwarnservice
  • Beim IdentSafe Schlüssel Service werden gefundene Schlüssel zurückgesendet (mit Ident Safe Schüsselanhänger)

Das Schufa plus Paket kostet 4,95 Euro im Monat, verbunden mit einer Mindestlaufzeit von einem Jahr.

Schufa premium

Im Leistungspaket Schufa premium sind die Leistungen von Schufa kompakt und Schufa plus enthalten und zusätzlich noch

  • Gratis einmal im Jahr eine Schufa Bonitätsauskunft (ab der zweiten Auskunft wird ein Betrag von 9,95 Euro berechnet)
  • Gratis einmal im Jahr eine Schufa Unternehmensauskunft (ab der zweiten Auskunft wird ein Betrag von 28,50 Euro berechnet)
  • Mit der Partnerkarte erhält eine weitere Person die Leistungen von Schufa plus ein Jahr gratis
  • Der Schufa Priority Service garantiert eine bevorzugte Behandlung bei Anfragen an das Service Center der Schufa für Privatkunden.

Das Schufa premium Paket kostet 6,95 Euro im Monat, verbunden mit einer Mindestlaufzeit von einem Jahr.

Fazit: Einen Schufa-Eintrag abfragen kann sich lohnen

Schon öfter wurde von fehlerhaften Schufa Einträgen berichtet. Sie können, unbemerkt vom Kreditantragsteller, zu einer Ablehnung seines Kredits führen. Wer also in naher Zukunft vielleicht ein Konto eröffnen, einen Kredit beantragen oder eine Baufinanzierung haben möchte, sollte seinen Schufa-Eintrag abfragen. Da es seit 2014 die Möglichkeit für Verbraucher gibt, einmal im Jahr eine Anfrage kostenlos zu starten, sollte dies in Anspruch genommen werden. Mit unserer Anleitung gelingt auch die Anfrage, die nichts kostet.

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Warum sollten Bürger einmal jährlich die SCHUFA abfragen?

Es besteht bei vielen Bürger die Meinung, dass die SCHUFA keine Fehler macht, da die Schutzgemeinschaft automatisch arbeitet. Doch das ist nicht ganz korrekt, wie der Blick auf die Praxis zeigt. Immer mehr Bürger stellen fest, dass die Daten in der SCHUFA nicht korrekt gespeichert sind. Das muss nicht zwangsläufig immer negative Auswirkungen auf die Bonität haben, im schlimmsten Falle jedoch schon.

Fehler in den Datensätzen

Auch, wenn die SCHUFA mit einem großen technischen Aufwand agiert, können auch bei diesem System Fehler auftreten. Dadurch kann die Bonität deutlich eingeschränkt werden, sodass die Bürger dadurch Nachteile erhalten. Sie können beispielsweise keine Kredite oder Handyverträge abschließen, da falsche Angaben in der SCHUFA hinterlegt sind. Da nur die Bürger selbst dagegen vorgehen können, wenn es zu einer fehlerhaften Datenspeicherung bei der SCHUFA kam, empfehlen wir, einmal jährlich die Selbstauskunft einzuholen. Die Schutzgemeinschaft ist dazu verpflichtet, jedem Bürger einmal pro Jahr kostenlos die Informationen zu den gespeicherten Daten schriftlich zur Verfügung zu stellen. Mit diesen Informationen können sie Bürger den Abgleich vornehmen und auf den Wahrheitsgehalt prüfen. Entdecken sie dabei Fehler, können sie die Löschung/Änderung der gespeicherten Daten verlangen.

Welche Fehler können bei der SCHUFA auftreten?

Gängige Fehler bei der SCHUFA können sein:

  • getätigte Kredite werden nicht ordnungsgemäß gelöscht
  • bereits gezahlte Forderungen werden nicht als solches vermerkt
  • Die Forderungshöhe ist fehlerhaft hinterlegt
  • Zahlungsverspätungen finden sich nicht wahrheitsgemäß in der SCHUFA wieder
  • Die persönlichen Daten (beispielsweise Anschrift) sind fehlerhaft

Wer bei seiner SCHUFA-Abfrage Fehler entdeckt, sollte schnellstmöglich reagieren, um vermeintlich negative Folgen für sich zu vermeiden. Die SCHUFA muss schriftlich dazu aufgefordert werden, den Fehler zu korrigieren und gegebenenfalls die Daten zu löschen. Dafür müssen die Bürger die Schriftform wählen und genau angeben, welche Daten fehlerhaft sind. Wir empfehlen aus der Erfahrung, dass die Bürger diesem Schreiben eine Kopie der SCHUFA-Auskunft beilegen und die entsprechende Position hervorheben.

Speicherungsfristen für die SCHUFA

Einige Fehler bleiben unbemerkt, da sie einfach in dem Zeitraum der Speicherungsfrist untergehen und die Kunden beispielsweise innerhalb dieses Zeitfensters keine neuen Verträge abschließen oder beispielsweise Kredite aufnehmen. Die Fristen für die Datenspeicherung variieren allerdings deutlich. Informationen über Kredite werden bis zu drei Jahre nach der Rückzahlung gespeichert. Allerdings befindet sich hinter diesem Datensatz der Vermerk über die ordnungsgemäße Rückzahlung, sodass die Bürger keine negativen Folgen daraus haben. Informationen über Kreditkarten- oder Girokonten werden so lange in der SCHUFA gespeichert, bis sie aufgelöst werden. Kreditanfragen bei Banken werden bis zu zwölf Monate nach Anfrage gespeichert. Hier kommt es erfahrungsgemäß der Praxis häufig zu einem Mythos, den viele Kunden Stelle einfach online bei mehreren Banken Kreditanfragen und denken, diese werden nicht an die SCHUFA übermittelt. Dem ist jedoch nicht zu. Wer zu viele Kreditanfragen stellt, der kann dadurch ebenfalls Nachteile für weitere Verträge oder die Aufnahme von Krediten haben. Aus diesem Grund verweisen renommierte Banken immer darauf, dass die Kunden bei einer Kreditanfrage nicht noch mehr Banken anfragen sollten.

Weitere Speicherfristen

Auch Anfragen von Unternehmen an die SCHUFA werden zwölf Monate lang gespeichert. Möchten die Bürger beispielsweise einen neuen Vertrag schließen, stellen die Unternehmen meist eine SCHUFA-Abfrage. Dies wird nach zwölf Monaten automatisch gelöscht. Haben die Bürger ihre Vermögensauskunft abgegeben oder die gegen sie Haftbefehl vor, werden diese Informationen drei Jahre gespeichert. Es ist auch die vorzeitige Löschung möglich, wenn das Amtsgericht dies bestätigt. Insolvenzverfahren und Restschuldbefreiung werden drei Jahre nach Beendigung des Insolvenzverfahrens oder der Teilung der Restschuldbefreiung gelöscht. Wie zu sehen ist, sind bei der SCHUFA unzählige weitere Personen/Institutionen involviert, welche nicht nur auf die Datenbestände zugreifen, sondern diese auch beeinflussen können. Deshalb kann es auch bei einem technologischen System zu Fehlern kommen. Die SCHUFA hat in der Vergangenheit ebenfalls auftretende Fehler zugegeben und bestätigt, dass es aufgrund der enormen Datenmenge durchaus zu fehlerhaften Speicherungen kommen kann. Deshalb sind die Bürger angehalten, regelmäßig ihre Auskunft einzuholen und bei Bedarf die Löschungen Änderung der Angaben anzufordern. Auf Verlangen muss die SCHUFA die Änderung/Löschung der Daten kostenfrei und unverzüglich vornehmen, um weiteren Schaden für die Bürger zu vermeiden.

Fazit: SCHUFA einsehen einmal jährlich kostenlos

Jeder Bürger hat einmal jährlich das Recht, seine hinterlegten Angaben bei der SCHUFA abzufragen. Da auch bei der automatischen Datenspeicherung immer wieder Fehler auftreten können, empfehlen wir jedem Bürger die jährliche Abfrage. Wer dabei Unstimmigkeiten aufgedeckt, kann auf Verlangen die Änderung/Löschung der Daten durchgeführt werden. Dazu müssen die Bürger jedoch schriftlich nachweisen, dass die Informationen falsch abgespeichert sind. Gängige Fehlerquellen sind beispielsweise fehlerhafte Datensätze zu den personenbezogenen Daten, kein Vermerk über Kreditrückzahlungen oder keine Austragung von bereits getätigten Forderungen.

Girokonto beantragen: www.fidor.de